Reifendruckkontrollsystem

RDKS – Reifendruckkontrollsystem

Bei Fahrzeugen, die verpflichtend über ein direktes Reifendruckkontrollsystem (RDKS) bzw. Tyre Pressure Monitoring System (TPMS) verfügen, müssen alle Räder mit einem Reifendrucksensor ausgestattet sein. Wenn ein Reifenwechsel vorgenommen wird, müssen hierbei immer alle Sensoren auf Funktionsfähigkeit überprüft werden und neu am Fahrzeug angelernt werden (über Bordcomputer oder OBD-Schnittstelle).
Der Sensor an sich kann, wenn er noch funktionsfähig ist, 5 bis 7 Jahre oder bis zu einer Laufleistung von 100.000-150.000 km verwendet werden.

Die komplexe Reifendruckkontrollsystem-Technologie erfordert ein hohes Maß an Fachwissen und macht eine fachgerechte Reifenmontage bzw. Radwechsel unabdingbar. Deshalb sollten Sie Ihr Auto nur in die Hände unserer geschulten Mitarbeiter geben. 

Natürlich erhalten Sie die für Ihr Fahrzeug passenden Sensorventile und Ersatzteile bei uns.

Ihre Vorteile durch das RDKS

  • Kraftstoffverbrauch sinkt (ab Fahrleistung von 15.000km/Jahr)
  • Reifenverschleiß sinkt (ab Fahrleistung von 15.000km/Jahr)
  • Sicherheit wird erhöht, denn nur ein richtiger Reifendruck sorgt für bestmögliche Bodenhaftung

ERFAHREN SIE MEHR ÜBER DAS RDKS

EU Gesetzgebung

Die EU hat beschlossen, dass alle seit dem 1. November 2012 neu typgeprüften Fahrzeugmodelle mit einem Reifendruckkontrollsystem (RDKS) ausgestattet sein müssen. Seit dem 1. November 2014 ist ein solches System für jedes neue Fahrzeug der Klasse M1 (Fahrzeuge zur Personenbeförderung mit höchstens acht Sitzplätzen außer dem Fahrersitz) vorgeschrieben.
(Verordnung EG661/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Juli 2009, Artikel 9 Absatz 2)

Warum RDKS?

Reifendruckkontrollsysteme überwachen den Luftdruck des Reifens und warnen vor gefährlichen Druckveränderungen, wenn der Ist-Wert vom Soll-Wert abweicht.

Folgen von geringem Luftdruck:

  • Ein Minderdruck von 0,2 bar führt zu 1 % mehr Spritverbrauch; bei 0,6 bar sind es bereits 4 %.
  • Minderdruck führt zu steigendem Reifenverschleiß und der Reifen kann zudem im Inneren geschädigt werden.
  • Ein um 1 bar zu niedriger Luftdruck an einem Vorderrad verlängert den Bremsweg um 10 % auf nasser Fahrbahn.
  • Ein um 1 bar zu niedriger Luftdruck verringert die Seitenkräfte des Reifens auf fast die Hälfte. Dies kann zu einem schlechteren Kurvenverhalten führen, wodurch das Fahrzeug ins Schleudern geraten und von der Fahrbahn rutschen kann.

Direktes und indirektes RDKS

Bei direkt messenden Reifendruckkontrollsystemen erfasst ein Drucksensor, der im Reifen oder im Ventil installiert ist, den Luftdruck und die Temperatur eines Reifens. Die Daten werden per Funk an ein Steuergerät im Fahrzeug übertragen und der Fahrer bekommt den exakten Luftdruck jedes Reifens im Cockpit angezeigt. Die Stromversorgung erfolgt durch eine integrierte Batterie.
Indirekte Systeme erfassen die Rotationen der einzelnen Räder und registrieren die Änderung des Radumfangs durch den Luftverlust. Verliert ein Reifen Luft, wird der Umfang des Reifens geringer und er muss sich im Vergleich zu den anderen Reifen schneller drehen. Das vorhandene ABS/ESP-System erkennt die höhere Rotation und informiert den Fahrer über die Anzeige.

Was bedeutet die RDKS-Pflicht rechtlich?

Wird im Rahmen der §57a-Überprüfung ein Defekt am RDKS Ihres Fahrzeugs entdeckt, wird dies bei Fahrzeugen mit erstmaliger Zulassung vor dem 01.11.2014  als „leichter Mangel“, danach als „schwerer Mangel“ gewertet. Sie müssen übrigens kein mit RDKS ausgestattetes Reserverad mitführen.