Was die Studie zum Kaffee sagt
Die Untersuchung, deren Autoren nicht namentlich genannt wurden, basiert auf einer Beobachtungsdauer von nahezu 10 Jahren (eine Beobachtungsstudie) und umfasst mehr als 46.000 Erwachsenen. Kernergebnis: Menschen, die regelmäßig 1 bis 3 Tassen Kaffee pro Tag tranken, hatten ein um bis zu 14 % geringeres Sterberisiko. Wichtig ist dabei, wie der Kaffee zubereitet wird. Vor allem schwarzer Kaffee oder Kaffee mit nur sehr wenig Zucker und Milch stand im Fokus der Analyse.
Der mögliche Nutzen kommt laut Studie vor allem von den Antioxidantien im Kaffee. Diese Stoffe schützen Zellen vor Schäden durch freie Radikale, bremsen Alterungsprozesse und können das Risiko für verschiedene Zivilisationskrankheiten senken. Sie unterstützen außerdem die natürliche Abwehrkraft des Körpers. Übrigens finden sich ähnliche Antioxidantien auch in Beeren.
Was Kaffee für die Gesundheit bringt
Klar ist: Kaffee kann mehr als nur munter machen. Schwarzer Kaffee kann Wachheit, Stoffwechsel und kognitive Funktionen verbessern. Das heißt aber nicht, dass jede Kaffeesorte gleich gut ist. Zucker und Milch sollten man im Blick behalten. Experten empfehlen, den Zucker pro Tasse auf nicht mehr als 0,5 Teelöffel zu begrenzen und weniger als 1 Gramm Fett aus Milch oder Sahne zu verwenden. Pflanzliche Alternativen wie Hafer-, Soja-, Mandel- oder Kokosnussdrinks gelten als gesündere Optionen.
Auch der Zeitpunkt spielt eine Rolle: Am besten trinkt man Kaffee vormittags, idealerweise vor 14:00 Uhr, damit der Schlaf nicht leidet. Ein Konsum von 2, 3 Tassen pro Tag wird in der Studie als vorteilhaft angegeben, da es auch die Insulinresistenz und Kaffee betrifft. Zu viel Kaffee kann dagegen unerwünschte Folgen haben, zum Beispiel Angstgefühle, Schlaflosigkeit oder eine erhöhte Belastung fürs Herz.
Wie Kaffee unsere Kultur prägt
Kaffee ist tief in vielen Kulturen verwurzelt und wird auf unzählige Arten zubereitet. Für Millionen Menschen gehört die morgendliche Tasse zum festen Ritual. Die Ergebnisse dieser Studie könnten zusätzlichen Grund liefern, warum viele an ihrem täglichen Kaffee festhalten, vorausgesetzt, sie beachten die empfohlenen Zubereitungs- und Konsumregeln.
Die Erkenntnisse zeigen, dass es beim Kaffee um mehr geht als nur um den Koffeinkick. Mit einem bewussteren Umgang mit der morgendlichen Tasse lässt sich offenbar die allgemeine Lebensqualität und -dauer positiv beeinflussen. Das dürfte Kaffeeliebhaberinnen und Kaffeeliebhaber vielleicht dazu bringen, kurz nachzudenken, bevor sie die nächste Tasse aufsetzen.