einem schräg geschnittenen Kantenpinsel, den man direkt entlang der Kanten führt, um präzise Linien zu ziehen. In Japan ist das besonders beliebt. Die Methode braucht zwar Übung, aber sie spart deutlich Arbeitszeit.Wichtig ist das richtige Werkzeug und der sorgsame Umgang mit Farbe. Der Kantenpinsel sollte nicht zuviel Farbe aufnehmen und die Bewegung flüssig und ohne Pause sein. So vermeidet man, dass die Farbe an den Kanten ausreißt.
Für einen 20 m² großen Raum reduziert sich die gesamte Arbeitszeit mit der Cutting-in-Methode auf 3 bis 5 Stunden, gegenüber 4 bis 8 Stunden beim Abkleben.
Praktische Tipps für sauberere Ergebnisse
Malerkrepp ist nicht komplett überflüssig — bei sehr kleinen oder filigranen Stellen kann es hilfreich sein. Dann empfiehlt sich, die Grundfarbe zuerst dünn über das Malerkrepp zu streichen, um die Klebekante zu versiegeln und ein Unterlaufen der Farbe zu verhindern. Wichtig ist, das Band faltenfrei anzudrücken und es 20 bis 30 Minuten nach dem letzten Farbauftrag langsam in einem 45°-Winkel abzuziehen.
Gute Werkzeuge sind dabei Gold wert. Ein Kantenpinsel mit schräg geschnittenen Kunstfaser-Borsten wird empfohlen, weil billige Pinsel oft Streifen hinterlassen. Auch die Wahl des richtigen Rollers nach Wandbeschaffenheit ist wichtig: 6 bis 9 mm für glatte Wände und 12 bis 15 mm für raue Flächen.
Vorbereitung und typische Fehler vermeiden
Vor dem Streichen müssen die Untergründe richtig vorbereitet werden. Lose Farbe und Fettflecken verschlechtern die Haftung der neuen Farbe. Ist die Oberfläche stark saugend, etwa bei Gipskartonplatten (Rigips), sollte man eine Tiefengrundierung auftragen. Das verhindert späteres Abblättern oder ungleichmäßiges Aussehen.
Eine gleichmäßige Farbmischung ist ebenfalls wichtig, damit keine Farbabweichungen entstehen. Profis mischen deshalb die gesamte benötigte Farbe in einem großen Eimer zusammen.
Diese Streichtechnik bringt nicht nur die offensichtliche Zeitersparnis, sie führt auch zu präziseren Ergebnissen ohne das Risiko unsauberer Kanten. Das Jahr 2026 könnte das Jahr werden, in dem Heimwerker weltweit die Cutting-in-Methode als neuen Standard sehen, ein praktischer Lifehack, der die Malerwelt nachhaltig verändern könnte.