In einer Zeit, in der Technik unseren Alltag stark prägt, kommt oft die Frage auf: Ist es sicher oder sparsam, Ladegeräte dauerhaft eingesteckt zu lassen? Genau das hat die tägliche Sendung der Abend-Ausgabe kürzlich aufgegriffen und damit ein Alltagsverhalten angesprochen, das viele betrifft. Egal ob Mobiltelefone, Tablets, Bluetooth-Kopfhörer, Kameras oder E-Bikes, die meisten Geräte müssen regelmäßig aufgeladen werden, damit sie funktionieren. Aber was passiert, wenn Ladegeräte ständig am Strom hängen?
Welche Geräte sind betroffen?
Unsere modernen Geräte wie Mobiltelefone, Tablets, Bluetooth-Kopfhörer, Kameras und E-Bikes sind praktisch nicht mehr wegzudenken und brauchen regelmäßig Strom. Die angegebene Akkulaufzeit liegt bei 15 bis 50 Stunden, trotzdem werden sie oft jede Nacht geladen, damit der nächste Tag gut läuft. Ein Ladegerät neben dem Nachttisch ist deshalb praktisch, damit man morgens mit vollem Akku startet. Manche Leute halten sich sogar ein zweites Ladegerät in einem anderen Raum bereit, um lange Scroll‑ oder Nutzungsphasen am Nachmittag auszugleichen.
Technisch erklärt: wie das funktioniert und wie viel Strom das braucht
Die meisten Ladegeräte wandeln den aus der Steckdose kommenden Wechselstrom in einen niedrigeren Gleichstrom um, der für die Akkus der Geräte geeignet ist. Dazu sind Steuer‑ und Managementschaltungen eingebaut, die den Strom filtern und Spannungsschwankungen abfangen. Glen Farivar, Dozent für Elektronik an der Universität Melbourne, bringt es auf den Punkt: “Ein Teil dieser Energie wird genutzt, um die Steuer- und Schutzschaltungen zu betreiben, während der Rest als Wärme verloren geht.” Dieser Vorgang verbraucht also Strom, auch wenn kein Gerät angeschlossen ist, ein Phänomen, das als Phantomenergie oder Vampirenergie bekannt ist (Stromverbrauch im Leerlauf).
Laut der Fachseite Les Numériques, die 2024 Tests durchgeführt hat, kann ein nicht genutztes Ladegerät mehr als 5.200 Wh/Jahr verbrauchen, was zu dieser Zeit etwa 1,33 € entsprach. Dieser Betrag wirkt klein, aber die dabei entstehende Wärme kann sicherheitsrelevant sein, besonders bei minderwertigen Ladegeräten.
Sicherheit und Tipps
Moderne Ladegeräte sind insgesamt sicherer und ziehen im Leerlauf weniger Strom. Das Brandrisiko bleibt aber bestehen, vor allem bei Billigladegeräten, die eher zur Überhitzung neigen. Sicherheitsexperten raten deshalb dazu, Ladegeräte nach jeder Nutzung vom Strom zu trennen, um Schutzmaßnahmen bei Gewitter zu berücksichtigen.
Ein Ladegerät neben dem Nachttisch ist praktisch, aber besser ist es, es zwischen den Ladevorgängen auszustecken. Wer viel unterwegs ist oder seine Geräte intensiv nutzt, kann ein zweites Ladegerät im Haus bereithalten (fürs Arbeitszimmer oder Wohnzimmer).
Das Thema Ladeverhalten und Sicherheit spielt in unserem hochtechnisierten Alltag eine große Rolle. Nutzer sollten verantwortungsbewusst mit ihrer Technik umgehen und bei der nächsten Nachtladung nicht nur auf den Komfort, sondern auch auf Sicherheit und Wirtschaftlichkeit achten.