Wie Keyless-Systeme sich entwickelt haben
Keyless-Entry hat die Art, wie Fahrer mit ihrem Auto interagieren, wirklich verändert. Schlüsselanhänger, sogenannte Key Fobs, funken per Radiofrequenz mit dem Empfänger im Fahrzeug, typischerweise auf Frequenzen von ca. 315 MHz oder 433 MHz, je nach Hersteller. Diese berührungslosen Systeme sind praktisch, haben aber gleichzeitig eine Lücke geöffnet, die Kriminelle ausnutzen können.
Wie Diebe vorgehen: Relay-Angriff und Signal-Grabbing
Zwei der häufigsten Methoden sind der Relay-Angriff und das Signal-Grabbing. Beim Relay-Angriff verlängern Täter die Reichweite eines Key Fobs mit Hilfe spezieller Signalverstärker: Einer steht in der Nähe der Haustür, der andere beim geparkten Auto; das Fahrzeug denkt, der Schlüssel sei da, und entriegelt. Beim Signal-Grabbing zeichnen Diebe die Radiowellen des Key Fobs auf, um sie später zu kopieren. Solche Geräte werden nicht nur günstiger, sondern sind auch für Gelegenheitstäter leichter zugänglich.
Warum Alufolie schützt
Aluminiumfolie wirkt als Abschirmung, indem sie einen Faraday-Käfig bildet (ein Prinzip, das im 19. Jahrhundert von Michael Faraday beschrieben wurde). Aluminium leitet Strom sehr gut und verhindert so, dass elektromagnetische Felder ins Innere gelangen. Das Ergebnis: Die RF-Wellen erzeugen Ströme an der Außenseite der Folie und dringen nicht zum Schlüssel durch; das Signal fällt aus.
So wickeln Sie den Schlüssel richtig ein
- Bedecken Sie den gesamten Schlüsselanhänger ohne freiliegende Bereiche.
- Verwenden Sie mindestens zwei oder drei Schichten zur Redundanz.
- Dichten Sie alle Kanten sorgfältig ab, damit keine Signale entweichen.
- Testen Sie, indem Sie versuchen, Ihr Auto aus kurzer Entfernung zu bedienen.
- Ersetzen Sie die Folie regelmäßig, da sie verschleißt.
Mehrschichtiger Schutz gegen Diebstahl
Kombiniert man mehrere Maßnahmen, steigt die Sicherheit deutlich. Lenkradkrallen, sichtbare Alarmsysteme und Sicherheitsaufkleber bieten physischen Schutz. Parken Sie nach Möglichkeit an gut beleuchteten Orten und vermeiden Sie isolierte Auffahrten. Wartung von ab Werk eingebauten Systemen wie Immobilisern, Alarm-Sensoren und GPS-Tracking ist wichtig (regelmäßige Tests sind ratsam, um die Systeme zuverlässig zu halten).
Haushalte mit mehreren Fahrzeugen sollten feste Aufbewahrungsroutinen für Schlüssel einführen. Eine zentrale Ablage in gekennzeichneten Metallboxen, möglichst weit innen im Haus, reduziert die Angriffsfläche.
Sicherheitsexperten raten außerdem, die passive schlüssellose Entriegelung zu deaktivieren, wenn das möglich ist. Das nimmt zwar etwas Komfort (kein freihändiges Öffnen mehr), beseitigt aber die Angreifbarkeit gegenüber Relay-Angriffen.
Aluminiumfolie ist eine günstige, schnelle Möglichkeit, Fahrzeuge gegen elektronische Diebstahlmethoden zu schützen. In Kombination mit den genannten Maßnahmen können Fahrzeugbesitzer aktiv handeln und die Kontrolle über die Sicherheit ihres Fahrzeugs zurückgewinnen.