„Probier diesen Sommer einen Topf und sieh, wie sich alles verwandelt.“
Lantana kurz erklärt
Lantana ist ein Strauch, der ursprünglich aus den tropischen Regionen Amerikas und Afrikas stammt. Typisch sind die kleinen, traubenförmigen Blütenstände, die im Lauf der Zeit ihre Farbe wechseln können. Auf einer Pflanze finden sich oft Gelb, Orange, Rosa und Violett nebeneinander. Die Blüten sind nektarreif und ziehen deshalb Bienen und Schmetterlinge an. Außerdem bildet Lantana kleine Beeren, die Vögel anlocken. Achtung: Einige Pflanzenteile sind giftig für Haustiere und Kinder.
Warum Lantana deinem Garten Farbe gibt
Lantana blüht nahezu das ganze Jahr über, selbst in den kälteren Monaten. Diese nahezu ununterbrochene Blütenpracht macht den Garten zu jeder Jahreszeit zum Hingucker, gerade dann, wenn andere Pflanzen ruhen. Die Pflanze kommt gut mit Trockenphasen zurecht und wächst auch auf eher mageren Böden, was sie ideal für Menschen macht, die nicht ständig gießen oder düngen möchten. Einmal etabliert, braucht Lantana nur wenig Wasser; das Substrat sollte zwischen den Wassergaben austrocknen.
Wo Lantana am besten steht und wie sie gepflegt wird
Am besten wächst Lantana an einem vollsonnigen Platz in lockerem, gut durchlässigem Boden. Vermeide verdichtete oder staunasse Böden, die der Pflanze schaden können. Je nach Sorte kann ein Pflanzabstand von 50,100 cm gewählt werden, so bleibt die Pflanze entweder kompakt oder kann breiter wachsen. Auf dem Balkon reichen Töpfe mit 7,10 l Volumen aus, um mit ein bis zwei Pflanzen einen schönen Farbeffekt zu erzielen.
Schnitt, Vermehrung und Pflegetricks
Damit Lantana nicht übermäßig wuchert und die Blüte angeregt wird, schneidet man sie im Frühjahr und nach starken Wachstumsphasen zurück. Vermehren lässt sie sich gut über halbverholzte Stecklinge im Frühjahr: Man nimmt 8,12 cm lange Triebe, entfernt die unteren Blätter und steckt die Triebe in gut durchlässiges Substrat, damit neues Wachstum entsteht.
Risiken und Vorsichtsmaßnahmen
Schnelles Wachstum kann benachbarte Pflanzen in kleinen Beeten überwuchern. Regelmäßiger Pflegeeinsatz ist nötig, damit die Form gepflegt bleibt. In milden Wintern kann Lantana invasiv werden; neue Triebe sollten beobachtet und gegebenenfalls entfernt werden, damit die lokale Vegetation nicht überwuchert wird. Wegen der Giftigkeit bestimmter Pflanzenteile ist auf den Kontakt mit Haustieren und Kindern zu achten.
Lantana eignet sich nicht nur für Privatgärten, sondern auch für Balkone, weil sie eine natürliche Anlaufstelle für Bienen und Schmetterlinge schafft. Sie bringt lebendige Farben in städtische Balkone ebenso wie in ländliche Beete. Ein Versuch mit einem Topf in dieser Saison kann zeigen, dass weniger bekannte Pflanzen wie Lantana eine wichtige Rolle in der Gartenwelt spielen und Gärtner rund um den Globus inspirieren.