Das Problem mit nassem Geschirr
Nach einem Spülgang bleibt Restfeuchtigkeit in der Maschine zurück. Der Wasserdampf kondensiert und setzt sich auf dem Geschirr ab. Material wie Plastik ist dabei besonders schwierig, weil es kaum Wärme speichert und deshalb oft feucht bleibt, selbst wenn der Spülgang schon vorbei ist. Das führt zu tropfenden Schüsseln und Gläsern, die erst mühsam abgetrocknet werden müssen, bevor man sie wegräumen kann.
Die Ursache liegt bei vielen Geräten in der sogenannten „Kondensationstrocknung“ (auch Kondensationstrocknung genannt). Die Restwärme des Spülgangs sorgt dafür, dass der Dampf an den kühleren Innenwänden kondensiert. Das klingt praktisch, hat aber oft den Nebeneffekt: Das Geschirr bleibt feucht.
Ein einfacher Trick, der hilft
Eine Rolle Toilettenpapier, oben im Korb oder zwischen dem Geschirr platziert, kann hier Abhilfe schaffen. Nach Ende des Spülgangs wird die Tür des Geschirrspülers zunächst für etwa 15 Minuten geöffnet, damit der erste Dampf entweichen kann. Dann die unbenutzte Rolle Toilettenpapier hineingeben und die Tür wieder schließen. Das saugfähige Papier nimmt die überschüssige Feuchtigkeit auf und nach etwa 30 Minuten fühlt sich das Geschirr trocken an. Klingt fast zu simpel, um wahr zu sein; trotzdem kursiert dieser praktische Lifehack gerade in den sozialen Netzwerken.
Interessanterweise hilft der Trick nicht nur bei Kunststoffgeschirr, sondern auch bei Keramik, Glas und anderem Küchenutensil. Am meisten profitieren allerdings Teile aus Plastik, da sie schlechter trocknen und oft länger feucht bleiben. Denn während Keramik und Glas durch gespeicherte Wärme stärker von der Nachwärme des Spülgangs profitieren, bleibt Plastik kühler und trockener.
Wie das technisch funktioniert und ob es praktisch ist
Die Wirkung beruht auf der Saugfähigkeit des Toilettenpapiers. Ähnlich wie die technische „Kondensationstrocknung“ nimmt die Papierrolle überschüssige Feuchtigkeit auf, wodurch das Trocknen des Geschirrs beschleunigt wird. Das spart Zeit und die lästige Handarbeit des Abtrocknens.
Risiken wie Brandschutz oder Hygiene werden in dem weit verbreiteten Tipp nicht angesprochen. Wissenschaftliche Studien oder belastbare Tests, die die Effizienz belegen würden, fehlen ebenfalls. Ob und wie gut der Trick funktioniert, hängt letztlich vom eigenen Gerät und den Hersteller- oder modellbezogenen Vorgaben ab; dazu gibt es keine konkreten Hinweise.
Wenn man den einfachen Trick ausprobiert, lässt sich im Alltag Zeit sparen und die Arbeit wird leichter. Die scheinbar banale Rolle Toilettenpapier ist so nicht nur ein unentbehrliches Utensil im Bad, sondern entfaltet im Geschirrspüler ebenfalls eine überraschende Wirkung.